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Soziales

!NieWieder – Lernen aus der Geschichte des Fußballs

27.01.2026
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Robert Kegler
Foto: DFL
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau befreit. Jedes Jahr rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Fußball gemeinsam mit der Initiative „Nie wieder“ der im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.

Das NS-Regime hat sich den Sport auf unterschiedliche Weise zu Nutze gemacht. Sport

sollte unter anderem Arbeitsmoral und Kriegstüchtigkeit steigern und die

Freizeitgestaltung normieren. Vor allem diente der Sport als Propagandamittel. Die

Olympischen Spiele vor 90 Jahren waren das sportliche Großereignis schlechthin, das

die Nazis dafür nutzten, ihre Macht zu demonstrieren und ihre Ideologie zu verankern

– weit über Deutschland hinaus.

 

Sport und Fußball – nie unpolitisch


Auch der deutsche Fußball mit seinen englischen Wurzeln und seinen vielen jüdischen

Pionieren wie Walther Bensemann, der im Jahr 1900 an der Gründung des DFB

beteiligt war und 1920 den „kicker“ ins Leben rief, war nicht immun gegen den

nationalsozialistischen Hass. Im Gegenteil: Viele Vereine wirkten an der Entrechtung

jüdischer Bürger aktiv mit – obwohl die NS-Führung dies im Sport mit Rücksicht auf die

Olympischen Spiele 1936 zunächst nicht forcierte. Es bedurfte vielerorts also nicht

einmal von oben verordneter Gleichschaltung. Selbst für Nationalspieler wie Julius

Hirsch, der mit dem von Bensemann gegründeten Karlsruher FV 1910 Deutscher

Meister wurde, war in ihrem Sport kein Platz mehr. Hirsch wurde in Auschwitz ermordet.

Viele führende Sportfunktionäre blieben trotz alledem nach 1945 in ihren Ämtern.

Mehr als ein halbes Jahrhundert sollte es dauern, bis Vereine und Verbände mit der

Aufarbeitung ihrer Rolle während der NS- Zeit begonnen haben.



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