Das Schiedsrichter-Gespann für das Finale steht bereit

Am 23. Mai steht neben den beiden Finalisten VfB Germania Halberstadt und dem Halleschen FC auch das Schiedsrichter-Gespann im Fokus. Mit Max Goroncy leitet ein Referee aus der Altmark das Finale. Ihm zur Seite stehen die Assistenten Jannis Körner und Max Grünwoldt. Der vierte Offizielle ist am Finaltag Holger Bleck. Im Interview blickt Goroncy auf das Pokalduell:
Herr Goroncy, wie groß ist die Vorfreude, ein so bedeutendes Endspiel wie das Finale um den dachbleche24-Landespokal leiten zu dürfen?
Die Vorfreude ist riesig. Ein Pokalfinale ist immer etwas Besonderes – darauf arbeiten wir als Schiedsrichter die gesamte Saison hin. Es ist definitiv ein Highlight in der Laufbahn eines jeden Schiedsrichters.
Wie bereiten Sie sich gezielt auf ein Pokalfinale mit einer besonderen Atmosphäre und großer Zuschauerkulisse vor?
Ich setze in der Vorbereitung auf die gleichen Grundprinzipien: Analyse, klare Abläufe und eine gute Abstimmung im Team. Dazu kommt, dass wir uns bewusst auf die besondere Atmosphäre einstellen müssen, jedoch ohne sich davon beeinflussen zu lassen.
Welche Herausforderungen erwarten Sie in einem Duell zwischen dem VfB Germania Halberstadt und dem Halleschen FC?
Ich erwarte ein intensives und emotionales Spiel, in dem beide Mannschaften von Beginn an um jeden Ball kämpfen werden. Gerade in einem Finale, in dem es um so viel geht, ist mit einer hohen körperlichen und mentalen Belastung auf beiden Seiten zu rechnen. Dazu kommt, dass die Atmosphäre im Stadion besonders sein wird, was zusätzliche Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert.
Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Ihrem Schiedsrichter-Team bei solch einem besonderen Spiel?
In solchen Spielen ist das Zusammenspiel im Team extrem wichtig, auch für uns. Jeder muss wissen, wann er gefragt ist und wann nicht. Dass wir dieses Finale gemeinsam leiten dürfen, ist auch eine Anerkennung für die Leistungen, die jeder von uns über die gesamte Saison gezeigt hat.
Welche Rolle spielt die Kommunikation mit den Spielern in einem emotionalen Endspiel?
Die Kommunikation mit den Spielern spielt in einem emotionalen Endspiel eine sehr große Rolle. Ich freue mich auf diesen Austausch, weil er helfen kann, Situationen früh zu klären und das Spiel ruhig zu halten. Wichtig ist dabei, immer respektvoll und klar zu bleiben.
Wie gehen Sie mit dem Druck um, in entscheidenden Momenten möglicherweise spielprägende Entscheidungen treffen zu müssen?
Gelassen, weil es zu meiner Aufgabe gehört und mein Job ist. In solchen Momenten verlasse ich mich auf meine Vorbereitung, versuche klar und konzentriert zu bleiben. Das hilft mir, Entscheidungen ohne äußeren Einfluss zu treffen.
Was macht für Sie den Reiz des Landespokal-Wettbewerbs in Sachsen-Anhalt aus?
Es ist das Finale des größten Pokalwettbewerbs in Sachsen-Anhalt und genau das macht den besonderen Reiz aus. Ein Titel ist für beide Teams zu greifen nahe und die Qualifikation für den DFB-Pokal verleiht dem Spiel eine enorme Bedeutung.
Welche Bedeutung haben solche Endspiele auch für die Sichtbarkeit und Wertschätzung des Schiedsrichterwesens?
Solche Endspiele haben natürlich eine hohe Sichtbarkeit für das Schiedsrichterwesen – es ist schließlich das Finale. Gleichzeitig ist es aus meiner Sicht aber am besten, wenn wir möglichst wenig im Mittelpunkt stehen. Die Akteure auf dem Platz sollen ihre Bühne bekommen, die sie sich durch ihre Saison erarbeitet haben. Wenn uns das gelingt, ist das ein Zeichen für eine gute und erfolgreiche Spielleitung, aus der sich dann auch die positive Sichtbarkeit und Wertschätzung aller Beteiligten für das Schiedsrichterwesen ganz automatisch ergibt.
Was möchten Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben, die selbst eine Laufbahn als Schiedsrichter anstreben?
Am besten einfach den Schritt wagen und sich nicht zu viele Gedanken machen, bevor man anfängt. Als Schiedsrichter entwickelt man sich persönlich enorm weiter und lernt, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Natürlich gibt es auch schwierige Spiele und Situationen, aber genau daran wächst man. Wichtig ist, offen zu bleiben, Erfahrungen zu sammeln und sich stetig zu verbessern. Am Ende überwiegen aus meiner Sicht klar die positiven Erlebnisse und der Spaß am Fußball aus einer anderen Perspektive.
Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie am Finaltag ins Stadion einlaufen?
Ich freue mich auf die Atmosphäre im Stadion – auf die Zuschauer, die ihre Vereine zu hundert Prozent unterstützen und auf die besondere Finalstimmung. Es ist einfach ein Endspiel und das werden wir schon beim Einlaufen deutlich spüren. Genau diese Mischung aus Emotionen und Spannung macht den Moment für mich besonders.
Ihr persönlicher Wunsch für dieses Finale: Was zeichnet aus Ihrer Sicht einen gelungenen Endspieltag aus?
Ein gelungener Endspieltag ist für mich in erster Linie ein faires und sportlich gutes Spiel, in dem die Mannschaften im Mittelpunkt stehen. Wenn am Ende über den Fußball und die Leistungen der Teams gesprochen wird, ist es aus meiner Sicht ein rundum gelungener Finaltag.






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