One Billion Rising: Wenn in Osterburg jede Bewegung zählt

Jedes Jahr am 14. Februar pulsiert ein leiser, aber mächtiger Rhythmus durch die Welt – und in diesem Jahr auch in Osterburg in der Altmark. Auf der Tagung der Frauenvertreter*innen und Gleichstellungsbeauftragten des Landessportbundes, unter der Schirmherrschaft der Vizepräsidentin für Gleichstellung, Vielfalt und Teilhabe, Dany Beck, wurde gemeinsam die Choreografie eingeübt. Nicht einfach ein Tanz, sondern eine gemeinsame Sprache aus Mut, Wut, Hoffnung und Solidarität. Heute wird sie aufgeführt – gemeinsam, aufgerichtet, entschlossen. Eine Drohne wird die Szene festhalten und damit zeigen, dass selbst kleine Gruppen große Wellen schlagen können.
Unter den Teilnehmerinnen ist auch Stefanie Dreißig, hauptamtliche Mitarbeiterin für Gesellschaftliche Aufgaben beim Fußballverband Sachsen-Anhalt. Sie beschreibt die Bedeutung des Moments so: „Wir sind vielleicht nicht viele, aber jede von uns steht hier stellvertretend für unzählige Frauen. Jede Bewegung ist ein Bekenntnis: Wir schauen nicht weg. Wir tanzen für Sichtbarkeit, für Gerechtigkeit und für ein Leben ohne Gewalt.“
Denn in Osterburg steht keine riesige Menschenmenge. Hier stehen einige wenige Frauen – doch jede mit einer eigenen Geschichte, jeder Schritt voller Kraft. Die Botschaft ist klar: Wir sind nicht still. Wir tanzen für alle, deren Stimmen zu leise geworden sind. Und wir zeigen, dass Veränderung oft dort beginnt, wo man sie am wenigsten erwartet – in kleinen Orten, getragen von großen Herzen.
One Billion Rising lebt von diesen Momenten. Von leuchtenden Punkten auf der Weltkarte, die zusammen ein globales Netz aus Stärke und Solidarität bilden. Heute ist Osterburg einer dieser Punkte – klar, sichtbar und voller Energie. Und manchmal reicht genau das, um die Welt ein kleines Stück in Bewegung zu setzen.
Solltet ihr selbst von Gewalt betroffen sein oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, wendet euch bitte vertrauensvoll an die vorhandenen Anlaufstellen: entweder über den Meldebutton des Landessportbundes, über die zentrale Anlaufstelle des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) oder direkt an Stefanie Dreißig. Jede Anfrage wird vertraulich behandelt – und niemand muss diesen Weg allein gehen.



