Wie sieht die Zukunft des Fußballs in der Börde aus?

Nachdem im letzten Jahr die Gewaltvorfälle gegenüber Schiedsrichtern im KFV Börde stark zunahmen, entschloss sich der Schiedsrichterausschuss, unter Führung von Mike Weiß, im November für einen Spieltag einen Schiedsrichterstreik durchzusetzen, um ein klares Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung gegenüber Schiedsrichtern zu setzen. Das Päsisdium nutzte nach längeren Besprechungen nun unter anderem dieses Ereignis, um gemeinsam mit den Vereinen aus der Börde über die Zukunft unseres Fußballs in der Börde zu diskutieren. Dieser Austausch erfolgte nun endlich gemeinsam mit Vertretern des FSV Flechtingen, des Bebertaler SV, von Traktor Hohenwarsleben und der SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben zusammen mit dem Schiedsrichterausschuss und dem Vorstand des Kreisfachverbands. Ziel des Ganzen ist die Entwicklung einer friedlichen, respektvollen und kommunikativen Kultur zwischen Vereinen, Fans & Schiedsrichtern in den nächsten Jahren.
Dabei standen folgende Themen im Vordergrund:
1) Publikum/Fans
Man einigte sich auf gezielte Maßnahmen der Vereine, um verbale und physische Ausschreitungen durch Fans zu verhindern und dieses vereinsintern zu bestrafen. Hierbei bezog sich der Dialog besonders auf bestimmte Werte, für die die Vereine künftig mehr Verantwortung übernehmen möchten in Bezug auf ihre Fans.
2) Mehr Kommunikation zwischen Schiedsrichtern und Mannschaften
Auf dem Platz ist keiner fehlerfrei - nicht Spieler, nicht Trainer und auch die Schiedsrichter nicht. Auch wenn sich die Meinungen auf einige Entscheidungen im Fußball hier spalteten, kamen schließlich alle Vertreter auf denselben Punkt: wir benötigen mehr Kommunikation - während des Spiels und nach dem Spiel. Um Missverständnisse zu vermeiden, sachliche Kritik, aber auch Lob auszusprechen, über Fehler zu diskutieren und gegenseitige Verbesserung zu ermöglichen braucht es einen anständigen Rahmen, in dem heterogene Ansichten ihren Platz finden. Die Vereine und Schiedsrichter wurden dazu motiviert, mehr ins Miteinander zu treten.
3) Nachwuchs: Kinder & Jugendliche schützen
Auch im Nachwuchsfußball in unserem Landkreis kam es in den letzen Monaten vermehrt zu Gewaltvorfällen und Unsportlichkeiten. Im Vereinsdialog betonten einige Vertreter explizit, dass es sich sowohl bei den Spieler/-innen, als auch bei den Schiedsrichter/-innen meistens um Minderjährige handelt. Damit der Fußball langfristig Zukunft haben kann, ist der heranwachsende Nachwuchs ein signifikanter Bestandteil dieses Hobbys. Umso mehr muss in Zukunft verhindert werden, dass es zu Ausschreitungen, sei es verbal oder physisch, gegenüber Kindern und Jugendlichen kommt.



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