DFB-Assist-Workshop setzt starke Impulse für die Zukunft

Gemeinsam mit dem DFB führte der Fußballverband Sachsen-Anhalt einen Workshop durch, um die Maßnahmen der DFB Assist Kampagne „Unser Fußball, Dein Zuhause“ zu evaluieren und die strategische Weiterentwicklung gezielt voranzutreiben.
Ziel des Workshops war es, die Stärken und Schwächen der ersten Umsetzungsjahre klar zu benennen, aktuelle Zahlen und Trends fundiert zu analysieren und auf dieser Basis zukünftige Handlungsmaßnahmen zu überprüfen und anzupassen. Gleichzeitig sollte eine belastbare Grundlage für die weitere Umsetzungsplanung der Projektgruppe geschaffen werden. Unter dem Leitgedanken „Die Strategie als Prozess, nicht als starres Konstrukt begreifen“ arbeiteten die Teilnehmenden konzentriert, kritisch und zugleich lösungsorientiert.
Teilnehmer*innen:
· Saskia Mann (Verantwortliche DFB Entwicklung Frauen und Mädchenfußball)
· Luisa Gaudl (DFB)
· Anne Bartke (FSA / Geschäftsführerin)
· Steffen Scheler (FSA / Talentförderung und Qualifizierung)
· Florian Hösel (FSA / Spielbetrieb Junioren)
· Johannes Riedel (FSA / Spielbetrieb Frauen- und Mädchenfußball)
· Leonard Korn (FSA / Ausschussvorsitzender Frauen- und Mädchenfußball)
· Robert Blöhm (Vereinsvertreter SG Union Sandersdorf)
· Lars Neumann (Vereinsvertreter ehem. SSV Gardelegen)
Der erste Blick galt den bisherigen Maßnahmen der Kampagne und dem aktuellen Status quo. Und dieser zeigt deutlich: Die Strategie „Unser Fußball, Dein Zuhause“ entfaltet bereits spürbare Wirkung. In den vergangenen Monaten wurden neue Maßnahmen entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Eine neue hauptamtliche Struktur wurde geschaffen, die Investitionen in den Frauen und Mädchenfußball wurden erhöht, Women Only-Formate sowie Informationsveranstaltungen durchgeführt und die Sichtbarkeit auf den Social-Media Plattformen deutlich gesteigert.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung der allgemeinen Zahlen:
Saison 2023/24 | Saison 2024/25 | |
|---|---|---|
Aktive Spielerinnen | 2478 | 2742 |
Mannschaften | 91 | 107 |
Aktive Trainerinnen | 26 | 40 |
Aktive Schiedsrichterinnen | 59 | 60 |
Funktionärinnen in FSA-Gremien | 12,5 % | 17 % |
Insbesondere im Juniorinnenbereich ist eine klare Dynamik erkennbar. Deutliche Steigerungsraten in mehreren Altersklassen zeigen, dass Investitionen, Projekte und strukturelle Anpassungen greifen. Gleichzeitig wurde im Workshop klar formuliert: Wachstum braucht Struktur, Steuerung und kontinuierliche Begleitung. Im Workshop wurde bewusst Raum für kritische Reflexion geschaffen. In Gruppenarbeiten bewerteten die Teilnehmenden die Zielerreichung in den vier strategischen Säulen der Kampagne.
- Organisationsstruktur
- Frauen in Aktion
- Aktive Spielerinnen
- Sichtbarkeit
Dabei wurden sowohl Stärken als auch Schwächen offen diskutiert. Zu den positiven Entwicklungen zählen steigende Spielerinnenzahlen, neue Netzwerkstrukturen sowie erste strukturelle Verbesserungen im Haupt und Ehrenamt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere die Sichtbarkeit des Frauen und Mädchenfußballs weiter gestärkt werden muss und einzelne Maßnahmen noch gezielter auf die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtet werden sollten. Ein wichtiger Bestandteil des Tages war die Einordnung aktueller Studien und Entwicklungen im Jugendbereich. Die Erkenntnisse liefern wertvolle Impulse für die strategische Weiterentwicklung.
Zentrale Umfrageergebnisse des DFB zeigen, dass Mädchen in ihrem Alltag schon häufig Fußball spielen als die Vereinszahlen vermuten lassen. Viele regelmäßig spielende Mädchen können sich eine Mitgliedschaft vorstellen. Schnupperangebote sind jedoch vielfach nicht ausreichend bekannt. Besonders wichtig: Aktivierungspotenzial besteht grundsätzlich in allen Altersklassen der Juniorinnen. Das unterstreicht, dass gezielte Ansprache, niederschwellige Angebote und klare Kommunikationswege entscheidend sind. Diese Erkenntnisse unterstreichen: Das Potenzial ist vorhanden. Entscheidend ist, wie gezielt und niedrigschwellig Angebote kommuniziert und gestaltet werden.
Auf Basis der Analyse wurden die Handlungsmaßnahmen für den Strategiezeitraum 2026 bis 2028 überprüft und weiterentwickelt. Für den kommenden Strategiezeitraum wurden klare Zielbilder formuliert.
- Im Bereich Mehr Aktive steht das Ziel, die Spielerinnenzahlen bis 2028 deutlich zu steigern. Schul-AGs, Girls Days in den Kreisen, Tage des Mädchenfußballs sowie eine Flexibilisierung des Spielbetriebs sollen hierfür entscheidende Hebel sein.
- In der Säule Frauen in Aktion wird eine spürbare Steigerung bei Trainerinnen und Schiedsrichterinnen angestrebt. Netzwerke, Mentoring Programme und gezielte Qualifizierungsmaßnahmen sollen dabei unterstützen.
- Im Bereich Sichtbarkeit wird eine umfassende Kommunikationsstrategie umgesetzt. Geplant sind eine Women’s Week, feste Social-Media Formate, stärkere Präsenz bei Highlight Veranstaltungen sowie verbesserte Informationsstrukturen.
Mit dem Workshop wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun gilt es, die definierten Maßnahmen weiter auszuarbeiten, Kommunikationsinhalte zu schärfen und Fortschritte transparent zu machen. Der Tag hat gezeigt: Der FSA ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.



