Fair Play-Geste des Monats August: 10 gegen 10 für den Fußball

Aufgrund mehrerer Verletzungsfälle und der späten Anstoßzeit um 18:45 Uhr stand die Gastmannschaft aus Wahrburg für die Partie lediglich mit zwölf Spielern zur Verfügung. Als sich in der 75. Spielminute ein zuvor ausgewechselter Spieler von Fortuna Magdeburg verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, drohte auch bei den Magdeburgern ein personeller Engpass.
Fortuna-Trainer Sebastian Klaus schilderte die Situation dem ersten Schiedsrichter-Assistenten Danilo Babajew. Das Gespräch bekam auch Fortuna-Spieler Joel A. Brosius (Nr. 7) mit – und brachte spontan einen ebenso einfachen wie fairen Vorschlag ein: „Dann spielen wir eben 10 gegen 10.“ Eine Idee, die auf unmittelbare Zustimmung stieß. Wahrburgs Trainer Erik Lüsch erklärte sich sofort einverstanden, auch Sebastian Klaus stimmte nach kurzer Überlegung zu. Beide Mannschaften reduzierten daraufhin ihre Mannschaftsstärke um jeweils einen Spieler und setzten die Begegnung im 10 gegen 10 fort.
Damit verzichteten die Beteiligten bewusst auf einen möglichen sportlichen Vorteil. Stattdessen stand der Wunsch im Vordergrund, die Partie unter fairen Bedingungen gemeinsam zu Ende zu bringen. Eine kleine Entscheidung mit großer Wirkung: Die Szene zeigt, dass Fair Play nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch gegenseitigen Respekt, Rücksichtnahme und sportliches Miteinander.
Der Fußballverband Sachsen-Anhalt gratuliert allen Beteiligten zur Fair Play-Geste des Monats August und bedankt sich bei den Spielern, Trainern und dem Schiedsrichterteam für dieses vorbildliche Zeichen gelebten Sportsgeistes.



