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Inklusionsschiedsrichter-Ausbildung: Gemeinschaftslehrgang in Bayern

04.05.2026
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Robert Kegler
Foto: FSA
Mit insgesamt zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie sechs Begleitpersonen fand an der Sportschule Oberhaching der dritte Durchgang der länderübergreifenden Inklusionsschiedsrichter-Ausbildung statt.

Aus Sachsen-Anhalt nahmen Alex Liesegang (Lebenshilfe Magdeburg) und Marc Andre (GRB Staßfurt/SV 09 Staßfurt) an der Ausbildung teil und vertraten ihren Landesverband engagiert. Der Lehrgang wurde erneut in Kooperation mit den Landesverbänden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angeboten. Nach den Durchgängen 2024 in Jena (Thüringen) und 2025 in Halle (Sachsen-Anhalt) war in diesem Jahr Bayern Gastgeber. Bereits jetzt steht fest, dass die Schulung 2027 in Leipzig (Sachsen) fortgesetzt wird.



Konsequentes inklusives Ausbildungskonzept


Ein zentraler Unterschied zur regulären Schiedsrichterausbildung liegt in der konsequenten didaktischen, pädagogischen und sprachlichen Anpassung der Inhalte an die Zielgruppe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Geleitet wurde der Lehrgang von Julian Reinwald (Schiedsrichtergruppe Parsberg), der Theorie- und Praxiseinheiten eng miteinander verzahnte.


Theorie und Praxis eng verzahnt


Im Theorieteil standen die 17 Fußballregeln, das Auftreten als Schiedsrichter sowie die Frage im Mittelpunkt, wie Spiele unter Berücksichtigung unterschiedlicher Mannschaftszusammensetzungen (z. B. Teilnehmende mit oder ohne Beeinträchtigung, Altersunterschiede) sicher und fair geleitet werden können. Ergänzend wurden Spielszenen per Video analysiert und insbesondere Entscheidungen rund um Verwarnungen und Feldverweise gemeinsam diskutiert. Der Praxisteil legte den Fokus auf die Spielleitung auf dem Platz: Pfifftechnik (Lautstärke und Länge), die Platzbegehung vor Spielbeginn sowie das korrekte und klare Anzeigen von persönlichen Strafen wurden intensiv geübt.


Höhepunkt: Einsatz bei einem echten Spiel


Ein besonderes Highlight war der praktische Einsatz als Schiedsrichterassistenten beim Lokalderby TSV Waldtrudering III gegen SG Grasbrunn III/Haar III, das mit 4:1 endete. Die Spielleitung übernahm Tarik El-Hallag (Landesverband Thüringen). In der ersten Halbzeit unterstützte unter anderem Alex Liesegang aus Sachsen-Anhalt das Gespann und sammelte wertvolle Erfahrungen im Spielgeschehen. Die übrigen Teilnehmenden, darunter auch Marc Andre aus Sachsen-Anhalt, erhielten Beobachteraufgaben, die anschließend gemeinsam ausgewertet wurden. Dabei bestand zudem die Möglichkeit, direkt mit dem Schiedsrichter über einzelne Spielsituationen und Entscheidungen ins Gespräch zu gehen und wertvolle Rückmeldungen zu erhalten.


Große Motivation – starke Botschaft


Die Begeisterung und das Engagement aller Beteiligten waren über den gesamten Lehrgang hinweg spürbar. Die Teilnahme von Alex Liesegang und Marc Andre unterstreicht die Bedeutung des inklusiven Ansatzes auch im Fußballverband Sachsen-Anhalt. Die Ausbildung für Inklusionsschiedsrichter leistet einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe und zeigt, dass der Fußball für alle zugänglich sein kann. Auch Referent Julian Reinwald zeigte sich beeindruckt von der aktiven Mitarbeit und dem großen Interesse der Teilnehmenden. Besonders die engagierte Teilnahme und der offene Austausch machten den Lehrgang zu einem vollen Erfolg.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Alex Liesegang (Sachsen-Anhalt)
  • Christian Hanisch (Thüringen)
  • Florian Obiditsch (Bayern)
  • Florian Scheier (Bayern)
  • Franz Tavernaro (Sachsen)
  • Heino Brömel (Thüringen)
  • Katja Madaus (Sachsen)
  • Marc Andre (Sachsen-Anhalt)
  • Mika Maurice Walper (Thüringen)
  • Patrick Jander (Bayern)
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