Schiedsrichter-Leistungskader des FSA absolviert intensiven Lehrgang

Eröffnet wurde der Lehrgang am Freitagnachmittag durch Peter Kein, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses. Nach einer Begrüßungs- und Vorstellungsrunde übernahm Lukas Pilz, Leiter des Leistungskaders, den ersten fachlichen Programmpunkt. Anhand zahlreicher Videoszenen beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem modernen Stellungsspiel und unterschiedlichen Möglichkeiten einer optimalen Positionierung auf dem Spielfeld.
Im weiteren Verlauf des Abends stand die professionelle Spielvorbereitung im Mittelpunkt. Der von einem Kadermitglied gestaltete Vortrag beleuchtete sämtliche Phasen von der Spielansetzung bis zum Anpfiff. In anschließenden Gruppenarbeiten waren die Teilnehmer gefordert, eigene Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein Kennenlernspiel rundete den ersten Lehrgangstag ab und bot insbesondere den neuen Kadermitgliedern die Gelegenheit, sich besser in die Gruppe zu integrieren.
Regelkenntnisse, Selbstreflexion und Kommunikation im Fokus
Der Samstag begann mit den obligatorischen Regel- und Konformitätstests. Dabei überzeugten die Schiedsrichter überwiegend mit guten bis sehr guten Leistungen. Anschließend rückte die Analyse eigener Spielleitungen in den Fokus. Anhand ausgewählter Spielszenen reflektierten die Teilnehmer ihre Entscheidungen, diskutierten alternative Handlungsmöglichkeiten und erarbeiteten individuelle Verbesserungspotenziale.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kommunikation innerhalb des Schiedsrichtergespanns. Felix Schwermer, Headcoach der FSA-Schiedsrichter, vermittelte in einem praxisorientierten Vortrag wichtige Grundlagen der Headset-Kommunikation. Angesichts des zunehmenden Einsatzes entsprechender Technik bei Spielleitungen stieß das Thema auf großes Interesse. Durch interaktive Gruppenarbeiten konnten die Teilnehmer verschiedene Kommunikationssituationen unmittelbar nachvollziehen.
Am Nachmittag folgte mit dem obligatorischen Lauftest eine weitere wichtige Leistungsüberprüfung. Neben den theoretischen und praktischen Anforderungen bildet die körperliche Fitness einen wesentlichen Bestandteil der Entwicklung leistungsorientierter Schiedsrichter. Anschließend bereicherte Sandy Hoffmann, der unter anderem im DFB-Kompetenzteam tätig ist, das Lehrgangsprogramm mit einem weiteren Fachvortrag. Dabei erhielten die Teilnehmer wertvolle Impulse und Einblicke aus der überregionalen Schiedsrichterarbeit.
Der Abend stand nach der gemeinsamen Analyse aktueller und diskussionswürdiger Spielszenen ganz im Zeichen des persönlichen Austauschs. In individuellen Gesprächen und gemeinschaftlicher Runde konnten die Schiedsrichter ihre Erfahrungen vertiefen und den Zusammenhalt innerhalb des Leistungskaders stärken.
Abseitstraining bildet den Abschluss
Auch der Sonntag hielt noch einmal ein anspruchsvolles Programm bereit. Bei einem intensiven Abseitstraining mussten die Teilnehmer ihre Wahrnehmung und Entscheidungsfindung unter Beweis stellen. Dank begleitender Videoaufzeichnungen konnten die getroffenen Entscheidungen unmittelbar überprüft und anschließend gemeinsam ausgewertet werden. Ein abschließender Linienlauf ergänzte die praktische Trainingseinheit, ehe der Lehrgang mit einer gemeinsamen Feedbackrunde zu Ende ging.
Nach drei intensiven Tagen zog der Leistungskader ein positives Fazit. Die Kombination aus theoretischen Inhalten, praktischen Übungen, individuellen Analysen und persönlichem Austausch bot zahlreiche Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln und neue Erkenntnisse für zukünftige Spielleitungen zu gewinnen.
Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam um Peter Kein, Lukas Pilz, Felix Schwermer, Josefin Böhm und Albert Lehmann sowie den externen Referenten Michael Wilske und Sandy Hoffmann aus Thüringen, die mit ihrem Engagement und ihrer fachlichen Expertise zum Gelingen des Lehrgangs beitrugen.







