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Herzensliga feiert erfolgreiche Premiere: Fußball für alle

17.08.2026
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Robert Kegler
Foto:s FSA / Leon Schiffner
Neun Mannschaften, faire Spiele und jede Menge Freude am Fußball: Die erste Veranstaltung der Herzensliga in Sachsen-Anhalt ist erfolgreich gestartet.

Im Juli feierte die Herzensliga des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt ihre Premiere. Am 4. Juli kamen auf dem Sportgelände des TuS 1860 Magdeburg insgesamt neun Mannschaften zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen, neue Begegnungen zu schaffen und vor allem eines zu erleben: die Freude am Fußball.



Dabei stand von Beginn an nicht das klassische Ergebnisdenken im Mittelpunkt. Die Herzensliga wurde mit dem Anspruch ins Leben gerufen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen zusammenzubringen. Bei der Premiere wurde nun erstmals sichtbar, wie dieses Konzept auf dem Fußballplatz funktionieren kann.


Sportliche Klassifizierung schafft faire Voraussetzungen


Damit die Mannschaften möglichst ausgeglichene Spiele erleben konnten, wurde das Turnier mit einer besonderen sportlichen Klassifizierung gestartet. In insgesamt vier Klassifizierungsrunden nach dem Schweizer Modell konnten die Teams ihre sportliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Auf Grundlage der daraus entstandenen Leistungstabelle wurden die neun Mannschaften anschließend auf zwei Gruppen verteilt. Ziel dieser Einteilung war es, Mannschaften mit einem vergleichbaren Leistungsniveau zusammenzuführen und dadurch möglichst ausgeglichene und faire Begegnungen zu ermöglichen.


Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts: Das Torverhältnis wurde bei der Wertung nicht berücksichtigt. Damit sollte verhindert werden, dass hohe Ergebnisse eine entscheidende Bedeutung für die Platzierung bekommen. Im Mittelpunkt standen vielmehr die Begegnungen und ein möglichst ausgeglichenes Turniererlebnis für alle Beteiligten. Anschließend wurde in beiden Gruppen eine separate Wertung ausgespielt. In Gruppe A entwickelten sich dabei ebenso spannende Begegnungen, während in Gruppe B die Entscheidung bis zum letzten Moment offenblieb.


Spannung bis zum Schluss


Wie eng es in der Herzensliga zuging, zeigte sich insbesondere in Gruppe B. Dort hatten am Ende alle vier Mannschaften die gleiche Punktzahl auf dem Konto. Eine Entscheidung musste also her. So wurde die Platzierung schließlich im Elfmeterschießen ermittelt. Dabei setzte sich der BSV Salzwedel durch und sicherte sich den ersten Platz in Gruppe B. Dahinter folgten die Schule am Heidetor, PSV Dessau I und die Lebenshilfe Magdeburg. Die Entscheidung im Elfmeterschießen zeigte dabei einmal mehr, dass auch bei einem Turnier, bei dem das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund steht, sportliche Spannung und Ehrgeiz ihren Platz haben können. In Gruppe A gelang CjD Schönebeck der Gruppensieg, vor dem VSB Magdeburg, den Mitteldeutschen Werkstätten, Lebenshilfe Magdeburg II und PSV Dessau II.


Inklusion auch bei den Schiedsrichtern


Ein besonderes Zeichen für den inklusiven Gedanken der Herzensliga setzte auch das Schiedsrichterteam. Bei den Begegnungen kamen Inklusionsschiedsrichter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Menschen mit Beeinträchtigung, die gemeinsam mit Schiedsrichtern aus dem Regelspielbetrieb des SFV Magdeburg die Spiele leiteten. Die Begegnungen wurden im Tandem geleitet. So konnten die Inklusionsschiedsrichter aktiv Verantwortung auf dem Platz übernehmen und gleichzeitig gemeinsam mit erfahrenen Schiedsrichtern für einen reibungslosen Ablauf der Spiele sorgen.


Fußball verbindet


Die Premiere der Herzensliga hat gezeigt, welches Potenzial in dem neuen Format steckt. Unterschiedliche Mannschaften und Menschen kamen zusammen und teilten eine gemeinsame Leidenschaft: Fußball. Dabei geht es in der Herzensliga ausdrücklich nicht darum, wer am Ende die meisten Tore erzielt oder den größten sportlichen Erfolg feiert. Das Konzept setzt auf Fairness, Respekt, Gemeinschaft und Begegnung. Der Ehrenkodex der Herzensliga bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erlebnis – nicht allein das Ergebnis. Die Premiere hat gezeigt: Fußball kann verbinden – unabhängig von Voraussetzungen, Leistungsniveau oder Beeinträchtigung. Genau dafür steht die Herzensliga: Fußball für alle.



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